Brasilien 2008: Curitiba
10. Dezember 2008 | Abgelegt unter Unterwegs
Nach so viel Natur war mein nächster Stop die Hauptstadt des Bundesstaates Parana, Curitiba. Ich hatte eigentlich vor, von hier noch weiter in den Süden nach Florianopolis zu fahren, aber in Santa Catarina sind noch immer die Nachwirkungen der Unwetterkatastrophe zu spüren, daher habe ich den Plan verworfen. Curitiba ist eine interessante Stadt, sehr unbrasilianisch, mit Wurzeln in einigen europäischen Ländern, vor allem aus Süd- und Osteuropa. Das fällt schon deutlich auf, wenn man durch die Strassen geht.Die Einwohner sind deutlich europäischer als in den Städten die ich bisher gesehen habe.
Der Innenstadtbereich glänzt mit einer Einkaufsstrasse mit Fussgängerzone, einem historischen Bereich mit schönen und gut erhaltenen Gebäuden und Kirchen, sowie einem sehr gut entwickelten Bus-System. Der Einstieg erfolgt bei letzterem durch Glas/Metall/Röhren am Strassenrand, die auch zum Umsteigen genutzt werden können. Also im Prinzip ein geschlossenes System fast wie eine U-Bahn.
Neben dem Innenstadtbereich ist noch das Oscar Niemeyer Museum recht spektakulär, hier hat der berühmte Architekt dem Gebäude mit einem “schwebenden” Auge ein Highglight gegeben, was nicht nur beeindruckend aussieht, sondern (im Gegensatz zum MAC in Niteroi) wohl auch für Ausstellungen sehr gut geeignet ist.
Von Curitiba, das auf einer Hochebene liegt, geht eine Eisenbahnverbindung hinab an die Küste, über etliche Brücken und durch viele Tunnel, mit einer unglaublichen Aussicht auf die Mata Atlantica, den Rest des Regenwaldes, der einst 97% von Parana bedeckt hat. Die Fahrt ist aufregend und abwechslungsreich, am Zielort (Morretes in meinem Fall) gibt es aber nicht sehr viel zu sehen, nach 1 Stunde durchs Dorf spazieren bin ich dann per Bus wieder nach Curitiba zurück gefahren.
Die Fotos zu den 3 Tagen finden sich hier.








